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Individualsoftware · deutschlandweit

Software, die sich Ihrem Ablauf beugt –
nicht umgekehrt.

Individualsoftware lohnt sich, wenn Ihr Verfahren vom Branchenstandard abweicht und genau deshalb funktioniert. Deckt ein fertiges Produkt Ihren Prozess ab, ist es die günstigere Wahl – das sage ich Ihnen dann auch.

Seit rund acht Jahren baue ich Fachanwendungen und interne Systeme – vom ERP für einen Logistikbetrieb über Buchungsplattformen bis zu Anwendungen im Gesundheitswesen. Programmieren ist dabei das Werkzeug, nicht der Zweck: Zuerst steht die Frage, welches Problem eigentlich gelöst werden soll.

Auf einen Blick

  • Rund 8 Jahre Praxis, vom Einzelprojekt bis zur technischen Teamleitung
  • Erste produktive Fassung früh, statt Komplettlösung nach einem Jahr
  • Anbindung an Bestandssysteme ist Regel, nicht Ausnahme
  • Übergabefähig gebaut – kein Lock-in auf meine Person
Entscheidungshilfe

Wann sich eigene Software gegen ein fertiges Produkt rechnet

Fünf Kriterien, die in der Praxis den Ausschlag geben.

Kriterium Standardsoftware Individualsoftware
Der Prozess passt zur Software Sie passen Ihre Abläufe an das Produkt an Die Software bildet Ihren Ablauf ab
Laufende Kosten Lizenz pro Nutzer und Monat, dauerhaft Einmalige Entwicklung, danach Betrieb und Pflege
Schnittstellen zu Bestandssystemen Nur, was der Hersteller vorsieht Genau die, die Sie brauchen
Wettbewerbsvorteil Ihre Konkurrenz nutzt dasselbe Produkt Ihr Verfahren bleibt Ihr Verfahren
Risiko Preiserhöhung, Funktionsabbau, Abkündigung Sie brauchen jemanden, der es weiterentwickelt

Die letzte Zeile ist die ehrlichste: Eigene Software erzeugt eine Abhängigkeit von jemandem, der sie pflegt. Wie ich damit umgehe, steht weiter unten in den häufigen Fragen.

Praxis

Anwendungen, die ich gebaut habe

Nach Branche statt nach Kundenname – die technischen Details sind das Aussagekräftige.

Archiv- und Logistikdienstleister

Internes ERP-System für sämtliche Unternehmensprozesse, inklusive Ablösung der Altsysteme. Zur Migration gehörte eine Datenanalyse, die Inkonsistenzen im Altbestand automatisch aufspürte – ohne die wäre der Umstieg an schmutzigen Daten gescheitert.

Internationale Dienstleistungsplattform

Buchungsplattform als Lead Developer, mit geobasiertem Matching nach Ort, Region, Profil und Leistung. Zahlungsabwicklung und Kartendarstellung angebunden, Microservice-Architektur.

Gastronomie

Bestell-App mit QR-Code-Scan am Tisch, angebunden an proprietäre Kassensysteme über eigene Microservices. Dazu ein IoT-Monitoring der Geräte über MQTT mit Auswertung im Dashboard.

Personalvermittlung

Recruiting-Management-System mit Kandidatenverwaltung, Job-Scoring sowie erweiterten Filter- und Matching-Funktionen. Ergänzt um ein Onboarding-System für internationale Pflegekräfte inklusive eigener Browser-Erweiterung.

Gesundheitswesen

Controlling-Anwendung für den Krankenhausbereich – ein Umfeld, in dem Nachvollziehbarkeit und saubere Datenhaltung schwerer wiegen als schnelle Features.

Dokumentenverarbeitung

Ablösung eines gewachsenen Desktop-Clients durch eine vollständig browserbasierte Anwendung, inklusive Power-User-Oberfläche zur Dokumentenindexierung direkt im Browser.

Dazu kommt die technische Leitung eines siebenköpfigen Teams für ein KI-Assistenzsystem, das bis in die Landesverwaltung Mecklenburg-Vorpommern ausgerollt wurde – umgesetzt in Java und Spring Boot als Microservice-Landschaft auf Kubernetes.

Ablauf

Vom Prozess zur laufenden Anwendung

Vier Schritte, wobei der erste am häufigsten unterschätzt wird.

1. Prozess verstehen

Bevor eine Zeile Code entsteht, schaue ich mir den tatsächlichen Ablauf an – nicht den, der im Handbuch steht. Häufig zeigt sich dabei, dass ein Teil des Problems organisatorisch ist und gar keine Software braucht.

2. Schnitt festlegen

Was gehört in die erste Version, was kann warten? Ziel ist eine Anwendung, die früh im Echtbetrieb steht, statt einer vollständigen Lösung, die erst in einem Jahr jemand anfassen kann.

3. In Schritten bauen

Umsetzung in überschaubaren, testbaren Abschnitten mit regelmäßiger Rücksprache. Sie sehen laufend, was entsteht, und können den Kurs korrigieren, solange es günstig ist.

4. Übergeben oder betreuen

Entweder übernimmt Ihr Team die Anwendung mit Dokumentation und Einarbeitung, oder ich bleibe für Betrieb und Weiterentwicklung dahinter. Beides ist möglich, wichtig ist die klare Absprache.

Kosten

Was den Preis einer Anwendung tatsächlich bestimmt

Die häufigste Frage vor einem Projekt ist die nach den Kosten, und die ehrlichste Antwort lautet: Es hängt weniger an der Branche als am Zuschnitt. Diese fünf Faktoren verschieben den Aufwand am stärksten – in beide Richtungen.

Faktor Was den Aufwand treibt Was ihn senkt
Anzahl der Nutzerrollen Jede Rolle bringt eigene Sichten, Rechte und Sonderfälle mit Mit einer Rolle starten, weitere erst nach dem Echtbetrieb ergänzen
Schnittstellen zu Fremdsystemen Undokumentierte Altsysteme, bei denen das Verhalten erst erprobt werden muss Systeme mit dokumentierter Schnittstelle; Import per Datei als Zwischenschritt
Zustand der vorhandenen Daten Dubletten, fehlende Pflichtfelder und historisch gewachsene Sonderfälle Datenbestand vorab sichten und bereinigen, bevor migriert wird
Klarheit der Abläufe Fachliche Fragen, die während der Entwicklung erst geklärt werden müssen Eine entscheidungsbefugte Ansprechperson, die kurzfristig erreichbar ist
Betriebsanforderungen Hochverfügbarkeit, Mandantenfähigkeit, Prüfpflichten, Revisionssicherheit Ehrlich klären, was davon wirklich gefordert ist und was Wunsch bleibt

Auffällig ist, dass drei der fünf Faktoren nichts mit Programmierung zu tun haben, sondern mit Vorbereitung. Genau deshalb kostet ein Projekt mit sauber geklärten Abläufen und aufgeräumten Daten deutlich weniger als eines, bei dem beides während der Entwicklung nebenher passiert. Der wirksamste Hebel auf den Preis liegt bei Ihnen, nicht bei mir.

Ehrlich gesagt

Wann Standardsoftware die bessere Wahl ist

  • Ihr Prozess ist Branchenstandard. Buchhaltung, Lohnabrechnung, Warenwirtschaft von der Stange: Dafür gibt es ausgereifte Produkte, die jahrzehntelang optimiert wurden. Da nachzubauen ist teurer und schlechter.
  • Es gibt gesetzliche Anforderungen mit Zertifizierungspflicht. Wo Software zertifiziert sein muss, ist ein fertiges Produkt mit Zulassung meist der einzige sinnvolle Weg.
  • Niemand bei Ihnen kann Entscheidungen treffen. Individualsoftware braucht laufend fachliche Antworten. Ohne eine verantwortliche Person auf Ihrer Seite wird das Projekt teuer, ohne besser zu werden.
  • Der eigentliche Engpass ist organisatorisch. Wenn ein Ablauf hakt, weil Zuständigkeiten unklar sind, macht Software das Problem sichtbarer, aber nicht kleiner. Diesen Fall spreche ich im Erstgespräch offen an.
Häufige Fragen

Fragen vor dem Projektstart

Ab wann lohnt sich eigene Software gegenüber einer Standardlösung?

Zwei Signale sprechen dafür: Ihr Verfahren unterscheidet sich vom Branchenstandard und ist genau deshalb erfolgreich, oder Sie zahlen laufend Lizenzen für ein Produkt, von dem Sie einen Bruchteil nutzen und trotzdem Zusatzarbeit durch Workarounds haben. Bleibt es bei einem reinen Standardprozess wie Buchhaltung oder Lohn, ist ein fertiges Produkt fast immer die bessere Wahl.

Was kostet eine individuelle Anwendung?

Das hängt vom Schnitt ab, nicht von der Branche. Eine erste produktive Version mit klar begrenztem Umfang liegt in einer anderen Größenordnung als eine Anwendung, die alle Unternehmensprozesse abdeckt. Deshalb schneide ich Projekte so, dass eine nutzbare erste Fassung früh steht – danach entscheiden Sie mit realem Nutzen im Rücken, wie weit es gehen soll. Ein belastbares Angebot gibt es nach dem Erstgespräch.

Was passiert, wenn Sie irgendwann nicht mehr verfügbar sind?

Das ist die berechtigtste Frage bei einem Einzelentwickler, und ich beantworte sie mit Technik statt mit Beteuerungen: gängige Frameworks statt Eigenbau, dokumentierter Code, Ihr eigenes Repository, nachvollziehbare Infrastruktur. Die Anwendung muss von einem anderen Entwicklerteam übernommen werden können, ohne dass es mich dafür braucht. Wenn das nicht gegeben ist, habe ich meine Arbeit nicht gut gemacht.

Können Sie bestehende Systeme anbinden?

Ja, das ist eher die Regel als die Ausnahme. In den bisherigen Projekten waren das unter anderem proprietäre Kassensysteme, Zahlungsdienstleister, Kartendienste, Microsoft 365 und diverse Altsysteme ohne dokumentierte Schnittstelle. Wo keine Schnittstelle vorgesehen ist, lässt sich meist trotzdem ein sauberer Weg finden.

Wie lange dauert die Entwicklung?

Eine erste produktive Fassung ist in der Regel eine Frage von Wochen, nicht von Monaten – vorausgesetzt, der Umfang ist ehrlich geschnitten. Was Projekte tatsächlich verzögert, ist selten die Entwicklung, sondern ungeklärte Abläufe und fehlende Entscheidungen auf Kundenseite. Genau deshalb steht die Prozessklärung am Anfang.

Arbeiten Sie auch remote?

Ja, das ist der Normalfall. Mein Sitz ist bei Rostock, im Umkreis bin ich persönlich vor Ort. Die Entwicklung selbst läuft ortsunabhängig mit regelmäßigen Videoterminen und nachvollziehbarem Projektstand – bisherige Kunden saßen unter anderem in Berlin, Hannover, Leipzig und Hamburg.

Kann ich meine Software nicht mit einem No-Code-Werkzeug selbst bauen?

Für einen abgegrenzten internen Ablauf durchaus, und das ist dann auch der schnellere Weg. No-Code trägt gut bei Formularen, einfachen Genehmigungsketten und Übersichten. Es stößt zuverlässig an drei Grenzen: sobald mehrere Systeme sauber zusammenspielen müssen, sobald die Datenmenge wächst, und sobald jemand anderes als der ursprüngliche Ersteller es weiterentwickeln soll. Der übliche Verlauf ist, dass eine No-Code-Lösung ein bis zwei Jahre trägt und dann als Ganzes ersetzt werden muss. Das ist kein Argument dagegen – man sollte es nur einkalkulieren, statt überrascht zu sein.

Wem gehört der Quellcode am Ende?

Ihnen. Das Repository liegt bei Ihnen oder wird Ihnen übergeben, samt Rechten an dem, was für Sie entstanden ist. Ich behalte keine Nutzungsrechte zurück und baue keine Lizenzabhängigkeit ein. Was ich mitnehme, sind allgemeine Erfahrungen – nicht Ihr Code und erst recht nicht Ihre Daten.

Was ist, wenn sich die Anforderungen während der Entwicklung ändern?

Das ist der Normalfall und kein Störfall. Genau deshalb baue ich in überschaubaren Abschnitten mit regelmäßiger Rücksprache: Eine Änderung nach zwei Wochen ist günstig, dieselbe Änderung nach sechs Monaten Entwicklung im Verborgenen ist teuer. Was tatsächlich Probleme macht, sind nicht geänderte Anforderungen, sondern Anforderungen, die nie ausgesprochen wurden.

Beschreiben Sie mir Ihren Ablauf

Ein kostenloses Erstgespräch reicht meist, um einzuschätzen, ob sich eigene Software rechnet – und ob ein fertiges Produkt der schnellere Weg wäre. Beides sage ich Ihnen ehrlich.

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